Berichte

Fahrradtour am 14. Juni 2018 Zielort: Meldorf

Einkehr in der Neuen Holländerei

Anschließend Besichtigung des Rosengartens am Landwirtschaftsmuseum.

 

Mit 14 Radlerinnen starteten wir unter Leitung von unserer Vertrauensdame Christel Reimers bei idealem Radfahrerwetter Richtung Meldorf. Unser Ziel war die „Neue Holländerei“, betrieben von der Stiftung Mensch.

Wir wurden mit reichlich Kaffee und Kuchen/Torte versorgt.

Anschließend besichtigten wir den Rosengarten am Landwirtschaftsmuseum. Unsere Ehrenvorsitzende Lilo Tomkowitz erzählte uns wissenswertes über diesen Garten mit vielen alten Rosensorten, zusammengetragen von Gerda Nissen, Mitte der 1970er Jahre. Ergänzt wurde der Rosengarten durch verschiedene Stauden aus den Gärten der Landfrauen.

 

Auf dem Rückweg besuchten wir unsere in diesem Jahr ausgeschiedene 1.Vorsitzende Doris Lorenz. Wir durften ihren wunderschönen Garten besichtigen und wurden mit Erfrischungsgetränken versorgt.

 

Telse Jebens

Landfrauennachmittag im Rahmen der St. Michel-Woche am 29. Mai 2018

 

Cafeteria mit Ausstellung organisiert von Karola Rohde und Doris Lorenz.

Wir hatten uns für dieses Jahr als Motto „Dies Jahr fangen wir früh an“, ein Flohmarkt mit Weihnachtsartikeln, gesetzt. Bei sommerlichen Temperaturen gab es Dekoration, Backrezepte, Bücher etc. rund um Weihnachten zu erstehen. Selbst der geschmückte Weihnachtsbaum fehlte nicht.

Bei selbstgebackenen Torten/Kuchen nach bester Landfrauenmanier und Kaffee bodenlos konnten die Gäste es sich gut gehen lassen.

 

Telse Jebens

LandFrauenTag in Neumünster am 16. Mai 2018

Eine Veranstaltung des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein e. V.

 

Mit 7 Vereinsmitgliedern fuhren wir zum LandFrauenTag nach Neumünster. Die Ortsvereine aus dem KreisLandFrauenVerband Herzogtum Lauenburg und de rLandFrauenVerband Schleswig-Holstein präsentierte ein vielfältiges Programm. Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Herr Daniel Günther sprach einige Grußworte. Die Vorsitzende vom KreisLandFrauenVerband HerzogtumLauenburg, Frau Anne Schmaljohann stellte das Herzogtum vor.

Gaststar des Nachmittags war die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, bekannt als Mutter Beimer in der Fernsehserie Lindenstraße. Moderator Jan Malte Andresen führte ein Interview mit Frau Marjan. - Eine Interessante Frau.

Thema der anschließenden Talkrunde war „Wie können wir das Leben im ländlichen Raum nachhaltig gestalten“. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag durch die Original Duvenseer Blasmusik.

 

Telse Jebens

Tagesfahrt nach Hamburg am 23.04.2018

Programm: Rathausführung Hausführung in der Elbphilharmonie oder rein Rundgang durch die Speicherstadt und HafenCity.

Bereits im Sommer 2017 boten wir eine Fahrt nach Hamburg mit Besichtigung der Elbphilharmonie an. Da das Interesse so groß war, hatten wir vom Vorstand beschlossen, noch einmal eine Tagesfahrt nach Hamburg mit Besichtigung der Konzerthauses für 1 Gruppe von 30 Personen anzubieten. Für die anderen Teilnehmer der Fahrt planten wir einen Rundgang durch die Speicherstadt und der Hafencity mit einem Gästeführer. Zunächst aber ging unsere Reise zum Hamburger Rathaus. Wir speisten im mondänen Ratskeller. Danach besichtigten wir das Rathaus. Dies ist nur möglich, wenn der Hamburger Senat und die Bürgerschaft nicht tagt und wenn kein Staatsbesuch in der Stadt ist. Wir wurden in 2 Gruppen durch das Rathaus geführt und erfuhren Geschichtliches und Wissenswertes über dieses ehrwürdige Haus. Alle Teilnehmer dieser Fahrt, egal ob bei der Besichtigung der Elbphilharmonie oder bei dem Rundgang durch die Speicherstadt und Hafencity kamen aus dem Schwärmen über das Gesehene nicht raus. Vor der Abreise aus der Weltstadt Hamburg nach Hause in unser schönes Dithmarschen trafen sich alle Teilnehmerinnen in der Kaffeerösterei in der Speicherstadt zu einer guten Tasse Kaffee.

 

Telse Jebens

Vortrag am 11. April 2018 „Ein Bäcker auf der Walz“

Referent: Daniel Lorenzen aus Joldelund.

 

Am 11.April war Daniel Lorenzen bei den Landfrauen um uns über seine Zeit als Wandergeselle zu erzählen. Er lebt mit seiner Familie im Joldelund in Nordfriesland und sie betreiben eine Bio-Bäckerei. Als kleiner Junge hat er schon davon geträumt auf die Walz zugehen, wie sein Onkel es getan hat. Er hat seinem Neffen viele Geschichten von der Zeit auf der Walz erzählt. Bis es soweit war gab es noch einige Hindernisse zu überwinden. Geht ein Bäcker überhaupt auf die Walz? Nach zahlreichen Anrufen und zum Schluss auf dem Wandergesellentreffen in Trier stand fest, ja es geht los. Im November 2008 begann das große Abenteuer, nach großer Verabschiedung von Freunden und Familie wurde er von vielen Alt-Gesellen die schon auf Wanderschaft waren abgeholt. Er musste das Ortsschild übersteigen, danach darf er sich 3Jahre und 1 Tag seinen Heimatort in einer Bannmeile von 50 km nicht mehr nähern. Die ersten 50 km zu Fuß danach durfte auch mal getrampt werden. Die ersten 3 Monate werden Wandergesellen von einem Altgesellen begleitet, in Daniels Fall war es Steffi, eine Schreinerin aus Franken. Wandergesellen dürfen nur 5 Euro mitnehmen und bleiben 1 Jahr in deutschsprachigen Ländern. Seine 1. Stelle fand er in Bamberg in einer Bäckerei. Als der Postbote ihn nach einigen Wochen mit Vornamen kannte, wanderte er weiter. Wandergesellen bleiben nicht länger als 3 Monate auf einer Stelle. Das erste Weihnachten ohne Familie in heimeligen vier Wänden, sondern in einem Abrisshaus mit einigen Wandergesellen war schrecklich und nur durch Gespräche mit zu Hause gab er nicht auf. Eine weitere Station war Wien, wo er und Wandergeselle Patrick vom Dirigenten der Wiener Staatsoper eingeladen wurden seine Gäste zu sein. In diesen Jahren lernte er viele unterschiedliche Menschen kennen. Überwiegend wurde man gut behandelt. Man schlief auch mal unter freiem Himmel im Tausend-Sterne -Hotel. Nach 1 Jahr ging Daniel mit Patrick ins Ausland. Der 1.Flug ging nach Dubai. 3 Wochen Arabische Emirate, da fanden sie keine Arbeit, und waren auch nicht sehr begeistert von dem Land. Danach folgte Australien mit 2 Monaten in Sydney, danach Neuseeland, immer mit Patrick zusammen. Daniel Lorenzen hat auf seiner Walz in 24 Bäckereien gearbeitet und hat 2500 Rezepte gesammelt. Nach dem Ausland war er noch mal in Deutschland unterwegs und ist vom Bodensee nach Kiel zu Fuß gelaufen. Nach 3 1/2 Jahren ist er mit großem Bahnhof wieder zu Hause empfangen worden, nachdem er das Ortsschild wieder überstiegen hat. Daniel Lorenzen hat sehr eindrucksvoll und authentisch erzählt, zwischendurch auch einige Wanderlieder gesungen, was er sehr gut konnte. Wir Landfrauen +3 Männer waren von Anfang an sofort in seinem Bann gefangen. Es war eine große Freude ihn bei uns zu erleben. Von seiner Walz und den Erlebnissen hat Daniel Lorenzen vor ein Buch zu schreiben, darauf freuen wir uns jetzt schon.

 

VIELEN DANK DANIEL LORENZEN

 

Heike Wulff

Halbtagesfahrt am 22.03.2018 Ziel: Die Käsediele – Der Käsepegel mit Selbst-Käseherstellung in Hohenlockstedt

 

Um 12 h machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Meierhof Möllgaard in Hohenlockstedt „dem Genuss auf der Spur“ Alles Käse??? oder…Der Chef persönlich zusammen mit seiner Tochter empfing uns in der Käse-Infotheke. Wir erfuhren viel über die Herstellung von Käse in früheren und heutigen Zeiten. Fragen wurden beantwortet. Es gab verschiedene Käsesorten zum Probieren. Auch sollten wir selbst Käse herstellen – was auch geklappt hat. Der Käse schmeckte. Der Reifeprozess fehlte natürlich. Der Meierhof Möllgaard gehört zur Käsestraße Schleswig-Holstein. Im Hofladen bieten sie 90 Käsespezialitäten von 25 meist kleineren Hofkäsereien an. Am Ende der Schaukäserei wurde noch kräftig eingekauft und alle waren einer Meinung: Es gab viel Käse und es war Alles in Butter!!!Auf dem Rückweg kehrten wir im Café La Donna ein und genossen leckere Torten und Kaffee. Kaum zu glauben: Aber nach dem vielen Käse passte auch noch ein großes Stück Torte hinein!Anschließend hatten wir noch Zeit für einen Rundgang durch den Antik-Hof der sich an dem Cafè anschließt. Es wurden beim Anblick der alten Möbel und Haushaltsgegenstände Erinnerungen wach an die Einrichtung im Elternhaus und im Haus der Großeltern. Auf dem Nach-Hause-Weg waren sich alle einig: Es war ein gelungener Nachmittag.

 

Vielen Dank an die Organisatorin Karen Rohde.

 

Telse Jebens

Der Klimawandel hinterlässt bereits Fußabdrücke

ein Vortragsabend mit Meeno Schrader

Durch die Klimakonferenz in Bonn bereits in aller Munde, war das Thema „Klimawandel“ und dessen Risiken, aber auch Chancen für uns. eine Herausforderung, der sich auch die Gemeinschaftsschule St. Michaelisdonn anschloß. Gemeinsam baten wir den Meteorologen Dr. Meeno Schrader zum Vortrag in die neue Mensa der Gemeinschaftsschule. Viele der 200 Zuhörer waren auch gekommen, um den bekannten Wetterexperten des NDR einmal live zu erleben.

 

Die Schüler der Klasse 9b hatten über die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels eine spannende Ausstellung zusammengetragen. Nach seinem Vortrag nahm Dr. Schrader sich viel Zeit, durch die Ausstellung der Schüler zu gehen. Er sparte nicht mit Lob, freute sich besonders über das Hintergrundwissen der Schüler.

 

Zunächst jedoch schwang er sich mit Schwung auf die Bühne und erklärte Wetter und das daraus resultierende Klima anhand der aufgezeichneten Werte im Zeitraum von 1961 bis 1990. „Wir sind schon mittendrin im Klimawandel, denn der mittlere Wert der globalen Erwärmung liegt bereits 1,2° höher als der im Referenzzeitraum!“ Wenn dem kein Einhalt geboten werde, kann das für Schleswig-Holstein bis 2040 einen Temperaturanstieg von 2°+ bedeuten. Anhand vieler Statistiken und Beispielen zeigte Schrader die bereits existierenden Extreme auf: durch die Häufung von Gewittern mit Starkregen, Windhosen und Hagelschlag, sowie Überschwemmungen einerseits und Trockenheit und Dürre andererseits hat der Klimawandel seinen Fußabdruck schon hinterlassen. Für uns in Schleswig-Holstein werden die Auswirkungen noch beherrschbar bleiben, weil wir uns Deiche leisten können, um uns vor dem Meeresspiegelanstieg schützen zu können. Andere Länder in Europa können das nicht, wie er am Beispiel Venedigs darstellte. Die Regierung hat kein Geld für Hochwasserschutz und so wird es einmal Venedig nicht mehr geben, die Menschen werden sog. Binnenflüchtlinge. Für andere Staaten sind die Auswirkungen noch viel extremer. Risiken für uns: z.B. Versalzung des Grundwassers. Die Chancen: längere Wachstumsphasen für die Landwirtschaft, evtl. eine zweite Ernte und die Ausweitung des Tourismus.

 

Ein Umdenken muss stattfinden, das ist die Herausforderung. Der CO2 Ausstoß unter anderem muß dringend verringert werden. Wir alle sind gefordert, denn der Klimawandel ist menschengemacht. Der viele Regen dieses Jahr war kein Zufall!

 

Wir freuten sich über das große Interesse der Zuhörer und der Konrektor der Gemeinschaftsschule Stephan Weinowski stellte fest, dass die neue Mensa sich sehr gut für solche Abende eignet.

 

 

 


Erntedank in der Kirche

Es war wieder einmal soweit!

 

In diesem Jahr wurden wir gebeten, zum Erntedank-Gottesdienst unsere entzückende kleine St. Michaeliskirche festlich zu schmücken. Dank der vielen Spenden unserer Mitglieder und dem tatkräftigen Einsatz einer Reihe von Damen unseres Vereins war das Ergebnis wunderschön! Der Dank und das Lob der Kirchengemeinde war der Lohn. Es hat Spaß gemacht!

Besichtigung der "Elbphi"

eine Tagesfahrt nach Hamburg

Wir starteten am 30.08.2017 um 7:30 h zu einer Tagesfahrt nach Hamburg.

Zunächst stand die Besichtigung des Deutschen Zusatzstoffe Museums auf dem Gelände des Hamburger Großmarktes auf dem Programm.

Da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl dieses Museum besichtigen konnte wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die erste Gruppe vom Museumsleiter Christian Niemeyer über die unterschiedlichsten Zusatzstoffe in Lebensmitteln informiert wurde konnte die zweite Gruppe bei einem leckeren Frühstück am Bus die Wartezeit überbrücken.  Nach etwa einer Stunde fand dann der Wechsel statt.

Wie wir von Herrn Niemeyer erfahren haben gab es schon vor 2000 Jahren Zusatzstoffe in Lebensmitteln bzw. wurden die Aufbewahrungsbehälter behandelt. Nach einer Führung durch dieses Museum tauchte doch die Frage auf „Was kann ich eigentlich noch essen? Muss ich alles selbst produzieren um ohne z.B. Geschmacksverstärker/Aromastoffe schmackhaftes und gesundes Essen zu zubereiten?“ Dies ist kaum möglich, denn auch dem Futter für die Tiere werden Zusatzstoffe beigemischt und beim Gemüse- und Obstanbau lässt es sich nicht vermeiden zu düngen. Es wird immer wieder ein Zusatzstoff durch ein anderes Mittel ersetzt. Der Kreis wird sich nicht schließen.

Trotz der Zweifel die bei der einen oder anderen Teilnehmerin auftauchte ließen wir uns den Tag nicht verderben.

 

Weiter ging die Fahrt zur Elbphilharmonie, dem neuen Hamburger Wahrzeichen.  Hier wurden wir von zwei Gästeführerinnen begrüßt. Zunächst fuhren wir mit der ca. 80 Meter langen, leicht gewölbten Rolltreppe hinauf. Es erwartete uns ein wunderschöner Ausblick auf den Hafen. Wir erfuhren viel über die Planung und Entstehung dieses wunderbaren Konzerthauses. Weiter hinauf ging es in den großen Konzertsaal. Wir hatten das Glück an einer Probe des NDR Elbphilharmonieorchesters teilzunehmen. Die erste Gruppe konnte dem Gesang einer Sängerin lauschen und die zweite Gruppe erlebte die Lesung mit musikalischer Begleitung von dem Schauspieler Klaus Maria Brandauer. Dirigiert wurde das Orchester von Thomas Hengelbrock. Ein wunderschönes Erlebnis.

Im Anschluss an die Führung hatten wir noch Gelegenheit von der Plaza aus einen fantastischen Blick auf den Hafen und die Stadt zu genießen.

 

Um 16:15 h ging es zurück nach Hause.

Es waren alle Teilnehmerinnen einer Meinung: Hamburg ist immer wieder eine Reise wert.

 

 

Telse Jebens


Tagesfahrt in die Vier-und Marschlande

Das größte Gemüse- und Blumenanbaugebiet Deutschlands war das Ziel unserer Tagesfahrt, die uns ins Stadtgebiet Hamburgs geführt hat.

 

Ausgerechnet ein geborener Dithmarscher hat uns den ganzen Tag begleitet, uns auf unterhaltsame Weise die Region und ihre Bewohner nähergebracht. Ernst Korth, Journalist und Historiker kennt alles und jeden, wusste viele Geschichten zu erzählen!

 

Es gab bis vor einigen Jahren über 600 Gartenbaubetriebe, wegen der vielen gesetzlichen Auflagen hat sich die Anzahl stark verringert. Es ging zunächst durch die Marschlande, immer an der Doven Elbe entlang, durch Allermöhe und Moorfleeth, wo zumeist Gemüsebetriebe ihren Sitz haben. Wir lernten ein Hufnerhaus kennen, eine Art Gutshof, der ca. 40ha Land früher bewirtschaftete. Im 16. Jahrhundert wurde sogar Hopfen angebaut, den in Hamburg viele Brauereien zu Bier verarbeiteten. Dann wurden die Marschlande von den Hamburger Bürgern für Amüsierfahrten entdeckt und hatten eine Hochzeit.

 

Erdbeeren brachten ab 1683 wirtschaftlichen Erfolg und waren seitdem eine tragende Säule, ebenso wie Rhabarber, bis in die 50iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Heute bringt die Nähe der Großstadt viele Betriebe auf neue Ideeen, wie die, ihre Milch selbst zu vermarkten.

 

Wir kamen an der Reitbrooker Mühle vorbei, in der Alfred Lichtwark als Müllerssohn zur Welt kam. Dann sahen wir Ölförderpumpen und erfuhren, dass die Ölförderung wiederbelebt worden ist.

 

Nach dem leckeren Spargel-Mittagessen im „Krauler Kroog“ in Kirchwerder fuhren wir weiter am Elbdeich entlang bis kurz vor Geesthacht zum Sperrwerk. Altengamme entpuppte sich als entzückender Ort mit alter Bausubstanz. In Neuengamme bedrückte uns der Anblick des Konzentrationslagers.

 

Höhepunkt unserer Fahrt war der Besuch der Kirche in Curslack, in der jeder seinen Platz mit selbstgesticktem Sitzkissen hat. Tradition atmete alles in dieser entzückenden Kirche, geschnitzte Armstühle und vor allem die kunstvoll gestalteten Huthalter faszinierten uns. Nach gemeinsam gesungenem Kirchenlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ bildete ein Besuch des Rieckhauses den Abschluß, ein kleines Freilichtmuseum, ebenfalls in Curslack, wo wir zum Kaffeetrinken einkehrten und auch da noch von Herrn Korth mit vielen Erklärungen über das Leben der letzten Jahrhunderte versorgt wurden.

 

Ein sehr informativer und erlebnisreicher Tag zeigte uns eine interessante Region, ganz in unserer Nähe!

 


Unsere 3-Tage-Reise ins romantische Münsterland

Eine Überraschung für viele Mitreisende

Frei nach dem Motto  "Morgenstund´ hat Gold im Mund" starteten wir (44 fröhliche Landfrauen) um 06.30h mit unserem Busfahrer Detlef Tritschler ins Münsterland.

Zwischendurch gab es einen leckeren Frühstücks-Stopp in Heidenau in der Heide. Zur frühen Mittagszeit erreichten wir unser traumhaft gelegenes Parkhotel Schloss Hohenfeld in  Münster-Roxel.

Schon um 14.ooh ging es weiter, jetzt zusammen mit der sehr sympathischen Fremdenführerin Frau Rademacher. Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848): zuerst ging es zum Landgut, das spätbarocke "Rüschhaus"; hier entstand die Weltliteratur der Poetin. 1826 - nach dem Tode Ihres Vaters - zog sie mit ihrer Mutter und Schwester auf das vom Fami-lienschloss Hülshoff etwa 5 km entfernte Landgut, wo den 3 Frauen nur wenig Personal zur Verfügung stand. Ein bäuerlich-romantischer Landschafts- und Nutzgarten ergänzte das Anwesen. Wir sahen uns das kleine Wohnzimmer der Dichterin an; hier hatte sie geschrieben und auch musiziert.

Von dort ging die Fahrt weiter zum Wasserschloss Hülshoff. Nach einem Kaffee-trinken  im Schloss-Café besuchten wir anschließend das Museum. Hier erzählte uns Frau Rademacher noch mehr über die Familie Droste zu Hülshoff, und natürlich über die berühmte Dichterin, die hier als 7-Monats-Kind geboren wurde. Nach ausgiebigem Rundgang durch den Schlosspark fuhren wir zu unserem Hotel zurück, während wir von Frau Rademacher noch mit einer netten Geschichte von der "klugen und trinkfesten Grete" verwöhnt wurden.

 Das Abendessen im Hotel war ausgesprochen gut, und danach war noch genügend Zeit, das Schwimmbad zu testen.

Am zweiten Tag unserer Reise besuchten wir die Hansestadt Münster. Im Weltkrieg II zu 92% zerstört, wurden die historischen Gebäude mit Sandstein wieder aufgebaut. Um die Altstadt herum zieht sich ein erholsamer Grüngürtel, der auch von Unmengen von Fahrradfahrern gut genutzt wird. Zu Fuß ging es durch die Altstadt  zum St. Paulus Dom und der St. Lamberti Kirche. Frau Rademacher nutzte einen Blick in die barocke Clemenskirche um uns mit ihrer ausgebildeten Stimme mit einem Jubelgesang zu beglücken - bei der Akustik war es Gänsehaut pur.

Im Erb-Drostenhof, einem typischen Adels-Palais, besichtigten wir nur die Eingangshalle

Nach weiteren 2 Stunden, die wir zur freien Verfügung hatten, ging es durch die "Westfälische Parklandschaft"  nach Nottuln, wo Frau Falkenstein das kleine Garten-Café "Blumenkränzchen" betreibt. Leider war es zum draußen Sitzen doch ein wenig zu kühl, dafür drinnen umso gemütlicher - und erst die Torten!

Zurück im Hotel gab es wieder ein ausgezeichnetes Abendessen, und danach wurde die Bar getestet.

Den letzten Tag verbrachten wir wieder in dem kleinen Städtchen Nottuln. Dieser Ort wurde über 1000 Jahre lang nur von Frauen regiert; bereits im 9. Jahrhundert entstand hier ein Damenstift. In der katholischen Kirche kann man noch den Sarg mit den Gebeinen der als Heilige verehrten Heriburg von Nottuln besichtigen.

Die älteste Blaudruckerei Deutschlands befindet sich ebenfalls im Ort; sie ist seit 1833 in Familienbesitz, und von den etwa 800 Druckstöcken sind ca.400 noch immer in Gebrauch. Viele Redensarten leiten sich von diesem Handwerk ab, wie "Blau machen", "Blaues Wunder erleben", etc.

Zum Mittagessen ging es dann nochmals aufs Land. In dem malerischen Hotel und Restaurant "Steverburg"  bekamen wir ein westfälisches Hochzeitsessen: gekochtes Rindfleisch mit Zwiebelsauce - ober-lecker! Dass dieses Schlösschen mal eine Jugendherberge war, konnte man kaum glauben.

Jetzt mussten wir leider Abschied nehmen von Frau Rademacher, die uns so informativ und nett durch die 3 Tage begleitet hatte.

 

 Angelika Eckert

 


Allergien, das große Volksleiden

Vortrag der Heilpraktikerin Catrin Voß

 Es ist wieder Frühling – die Zeit, in der die Natur erwacht und uns mit neuem Leben erfreut.

Nur: jeder 2-3 Mensch heute leidet unter Allergien durch z.B. Pollenflug. Dies ist jedoch nur ein kleiner Ausschnitt des großen Themas rund um Allergien.

 

Die Heilpraktikerin Catrin Voß informierte eine kleine, jedoch hoch interessierte Gruppe unseres Vereins über die ganze Bandbreite dieser „Volksplage“.

 

Ursachen können Umweltverschmutzung, Toxine auf Pollen, veränderte Lebensmittel durch körperfremde Zusatzstoffe oder übertriebene Hygiene sein.

Somit sind die Auslöser von Allergien Nahrungsmittel, Schimmelpilze, Tierhaare (insbesondere Katzenhaare oder -Speichel), Insektengifte, Pollen, Stäube (Hausstaub!), Medikamente oder Impfstoffe. Voß erläuterte jede Ursache und die Auslöser mit praktischen Beispielen, und alle Teilnehmerinnen bestätigten ihr, dass sie Erfahrungen mit einer oder mehreren Allergien haben.Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion um Vorbeugung und Therapien.

Das Stillen eines Babys ist eine erste Maßnahme, und alle waren sich einig, dass regelmäßiger Kontakt zur Natur, zu Pflanzen, Tieren und auch Dreck für Kinder eine gute Immunisierung ist.

In der Schulmedizin werden zur Therapie Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren, Cortison Asthmamittel und Desensibilisierung eingesetzt.

Alternativ dazu, dafür plädierte natürlich die Heilpraktikerin, können die Homöopathie, Akupunktur, potenzierte oder. gr. Eigenbluttherapie, Kinesiologie oder die Bioresonanztherapie eingesetzt werden.

 


LandFrauen-Frühstück und "Gut betucht in den Frühling"

 

Es war ein schöner und vielseitiger Vormittag, den wir - ca. 50 Landfrauen und Gäste - erleben durften. Die Tische waren Dank der Gruppen von Christel Reimers und Karola Rohde liebevoll eingedeckt und kreativ gestaltet. Karola hatte zusätzlich Kränze gebunden, die als Deko an den Fenstern hingen und am Schluss der Veranstaltung käuflich erworben werden konnten.

 

 Das Frühstück war Dank der vielen Helfer wie immer sehr abwechslungsreich und schmackhaft.

 

 Als Frau Andrea Paulsen aus Elmshorn mit ihrem Vortrag "Tücher und Schals raffiniert drapiert" begann, war die Stimmung bei allen bereits sehr positiv, und als sie uns die ersten Kniffe und Tricks zum Binden von Nicki-Tüchern und Schals demonstrierte, war auch die letzte Frau mit großer Begeisterung dabei; kein Wunder: es wurde uns ja auch sehr humorvoll und schick präsentiert. Wir lernten z.B., große Loops auch noch als kleine Jäckchen über dem ärmellosen Kleid zu tragen, so dass die Oberarme dadurch ein wenig kaschiert wurden (wir sind ja keine 20 mehr ..). Super wurde auch die Idee aufgenommen, große Tücher mithilfe von einfachen Gürtelschnallen oder großen Sicherheitsnadeln zu sogenannten "Eye-Catchern" zu drapieren.

 

 Angelika Eckert

 

Andrea Paulsen in Aktion und das leckere Frühstücksbüfett


Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

ein Vortrag des Anwalts und Notars Hartmut Ahl

 

Herr Hartmut Ahl, Rechtsanwalt und Notar aus Meldorf informierte

 

über die nötigen Schritte und Einzelheiten für die wichtige Vorsorge durch

 

eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

 

Es wurden von den Zuhörern während des Vortrags Fragen gestellt, die Herr Ahl,

 

teilweise auch anhand von Beispielen, verständlich beantwortet hat.

 

Herr Ahl informierte im Anschluss noch über die unterschiedlichen Formen

 

eines Testamentes.

 

Die Entscheidung für eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht in

 

welcher Form auch immer fällt den Teilnehmern nach diesem Vortrag

 

mit Sicherheit leichter.

 

Es war ein anregender und informativer Abend.

 

 

 

                                                                  Telse Jebens

 


Stressbewäligung im Alltag

Maria Albers
Maria Albers

Zum Thema "Stressebewältigung im Alltag besuchte uns am 26.10 die Physiotherapeutin Maria Albers im Gemeindehaus. Erst einmal berichtete sie uns, wie Stress entsteht und wie man ihr abbauen kann. Sie machte mit uns Atemübungen. Im nächsten, therapeutischen Teil, erzählte sie uns, wie verschieden sich der Stress bei Männern und Frauen auswirkt.Sie machte mit uns dann noch viele tolle Qi-Gong-Übungen, die uns sehr gut taten.

Dies war wieder eine ganz neue Erfahrung

und wir gingen entspannt nach Hause.

Antje Willers


"eat the world"

Geschichte und kulinarischer Spaziergang durch Hamburg-Ottensen

Am 29.9.16 fuhren wird mit vollbesetztem Bus und die grauen Wolken hinter uns lassend nach Hamburg-Altona-Ottensen.

Hier wurden wir in 3 Gruppen eingeteilt. Mit unseren Führern erlebten wir 3 Stunden lang die Geschichte des Stadtteils und die kulinarischen Genüsse.

z.B.  Macarons = gefärbtes Baisergebäck mit herrlicher Cremefüllung

          Vegetarische Kroketten mit Dip

          Verkostung verschiedener Senfsorten   

           Bio-Würstchen mit Kartoffelsalat u.a.

 

Früher lebten im Stadtteil Ottensen Hafen-, Werft-  und Fabrikarbeiter. Hier herrschten Hunger, Armut, Elend und Krankheiten wie Tuberkulose.

Nach der Werftenkrise um 1970 entwickelte sich Ottensen zu einem billigen Multi-Kulti-Stadtteil für Studenten, Gastarbeiter, Hippies, Hausbesetzer, Andersdenkende.Heute ist der Stadtteil „in“ und teuer. Die vielen kleinen Geschäfte, Kneipen und Cafés mit einfachen Außensitzen bringen Atmosphäre,

machen neugierig auf mehr. Mir hat es sehr gefallen, ich werde wiederkommen.

 

Margrit Weerts

 


Ein gelungenes Miteinander

Das Ehepaar Wulff wurde bei uns fündig
Das Ehepaar Wulff wurde bei uns fündig

 

Das Donner Seniorenheim "Marsch und Geest" richtete erstmals einen

Ernte- und Staudenmarkt aus, zu dem auch wir mit einem Stand gebeten wurden. Mehrere Aussteller erfüllten das Haus mit ihrem Angebot im herbstlichem Ambiente. Wir erhielten den Rasen vor dem Haus für unseren Staudenstand, beliefert aus den Gärten unserer Mitglieder.

Es war ein fröhliches buntes Treiben, besonders dank der Kindergarten-Kinder der Kita "Sterntaler", die mit ihren Gruppenleiterinnen durch das Haus zogen, Marmelade und selbstgemachte Seifen verkauften und den Senioren vorsangen. Gemeinsam unternahmen sie Fahrten mit einem Oldtimer-Trecker. Das ganze Haus summte und brummte vor Leben, Angehörige, Gäste und Bewohner freuten sich. Eine schöne Idee!

Und wir? Auch wir genossen diesen Tag und verkauften viele Stauden. Der Erlös kommt unserem Verein zugute!

 


Unsere 3-Tages-Fahrt nach Berlin

 Berlin ist immer eine Reise wert, doch es ist schon eine Herausforderung, ein prall gefülltes Programm bei 30 – 34° zu bewältigen!

 

Aber für 48 Landfrauen aus St. Michaelisdonn wurde die Fahrt dank der perfekten Organisation durch Karin Willer, der umsichtigen Hilfe des Busfahrers Detlef Tritschler und der gut gelaunten Stadtführerin Kerstin Bürger ein begeisterndes Erlebnis. Mit Berliner Schnauze und viel Herzblut zeigte sie ihre Stadt bei einer ausführlichen Stadtrundfahrt incl. der Hackeschen Höfe, dem Gendarmenmarkt und den Resten der Mauer. Sie wußte viel zu erzählen von der Historie bis hin zu ihren Erlebnissen als Ostberlinerin nach dem Mauerfall. Natürlich gab es eine Currywurst an einem Kult-Imbiss.

 

Am 2. Tag führte sie uns nach Potsdam. Durch den Grunewald und über die berühmte Glieniker Brücke, auf der im kalten Krieg die Spione ausgetauscht wurden, ging es zur Villa des Malers Max Liebermann. Wunderschön am Wannsee gelegen mit einem schönen Garten, der den Maler zu vielen impressionistischen Bildern inspirierte, gehört das Anwesen jetzt einem Verein, und eine ehrenamtliche Gästeführerin brachte uns Haus, Garten, Leben und Schaffen dieses berühmten Mannes und seiner Familie näher.

 

Nach einem Rundgang mit Mittagspause im entzückenden Holländer-Viertel in Potsdam ging es in den Park von Schloss Sanssouci. Bei 34° im Schatten spazierte ein wackeres Grüppchen mit Frau Bürger durch den Garten, vorbei am Grab Friedrich des Großen (natürlich lagen dort die 2 Kartoffeln!) zur großen Fontäne bis hin zum Chinesischen Teehaus! Nach dem obligatorischen Foto vor der großen Treppe ging es zurück mit dem Bus nach Berlin. Am Abend erwartete uns Herr Zille persönlich und unterhielt die LandFrauen mit Lebenserinnerungen des großartigen Zeichners und sozialkritischen Beobachters des Lebens der Menschen im Berlin um die Jahrhundertwende. Begeistert sangen alle die altberliner Lieder mit!

 

Nach einer Spreefahrt durch das Nikolai- und Regierungsviertel am nächsten Tag ging es erschöpft, aber begeistert - auch von der guten Stimmung und Harmonie innerhalb der Gruppe -  wieder nach Hause.

 


"Der Kaiser, die Schleusen und das Beamtenviertel"

Ein Abendspaziergang durch Brunsbüttel

 

 

Unter dem Motto “Der Kaiser, die Schleusen und das Beamtenviertel“ zogen 30 wissbegierige Landfrauen unter professioneller Führung von Frau Hermann durch dieses heute unter dem Namen „Beamtenviertel“ bekannten Geviert zwischen Scholer-straße, Kauzstraße, Wurtleutetweute und Dellbrückstraße.

 

Kaiser Wilhelm I. aus dem Hause Hohenzollern erließ 1886 eine Gesetzesverordnung zum Bau des 100 km langen Nord-Ostsee-Kanals, der nach nur 8-jähriger Bauzeit im Januar 1895 als „Kaiser-Wilhelm-Kanal“ eingeweiht wurde, wegen der in Kiel stattfindenden rauschenden Feier jedoch im Ausland nur Kiel-Canal hieß. Das Projekt rief eine große logistische Planung hervor, um die vielen für den Bau und Unterhaltung erforderlichen Arbeiter etc. unterzubringen.

 

Kaiser Wilhelm II. ließ daher einen neuen Stadtbereich als gemischtes Wohlfühl-Viertel für Arbeiter und Beamte gestalten, die so genannte „Gartenstadt“ mit großzügigen Vor- und Hintergärten und breiten Alleen.

 

Dieses ehrgeizige Objekt im englischen Landhausstil sollte europaweit als Vorzeige-objekt gelten für soziales und sauberes Leben, und wies tatsächlich einen für die damalige Zeit gößtmöglichen, ja revolutionären Luxus auf: jede Wohnung war an das Trinkwassernetz angebunden, jede Waschküche und/oder Küche besaß einen eigenen Wasserhahn; in jeweils separaten Stallgebäuden für Schweine und Federvieh war zusätzlicher Lagerplatz für Feuerholz und Briketts vorgesehen, sowie ein Klo („Goldeimer“). Die insgesamt ca. 70 Häuser mit über 200 Wohnungen waren also mit idealen hygienischen Verhältnissen ausgestattet, und in Verbindung mit dem absoluten Verbot für Arbeiter, den Raum Brunsbüttel während der Bauzeit zu verlassen, schützte man sich weitestgehend vor Seuchen wie Ruhr, Rachitis und der in Hamburg grassierenden Cholera.

 

Die heute noch über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus als einzigartig geltende Siedlung ist aus nur 6 Grundrissformen in jeweils veschiedenen Varianten zu einer interessanten und abwechslungsreichen Optik zusammen gefügt worden. Viele Origi-nalelemente wie Ziermauern, getischlerte Haustüren, verzierte Putzfelder und Fachwerke, Gauben, Dacheindeckungen und Fensteranordnungen zeugen noch heute von der ursprünglichen Ansicht.

 

Dachziegel und Backsteine für Wände, Gehwege und Straßen usw. wurden aus dem Aushub (Tonerde) für die neuen Schleusen gebrannt (3 Mio. Ziegel pro Monat), und die gesamte Bauzeit wurde im wesentlichen von 1907 bis 1911 erledigt. Etwa zeitgleich wurden 2 neue Schleusenkammern erstellt, sowie für die Infrastruktur wichtige Bauten wie Wasserturm, Krankenhaus, Spritzenhaus und Kolonialwaren-Laden (heute Gaststätte „Rössl“), gefolgt von Sozialbauten wie Apotheke, Grund- und Realschule, Rathaus, Kaiserhof (Tanzsaal), Kirche und Pastorat.

 

Das anschließend geplante „Räuberbuffet“ am Deich musste aus wettertechnischen Gründen leider ausfallen; aber zum Glück gewährte uns Marga Ladwig Asyl auf ihrer überdachten Terrasse. Schnell waren die mitgebrachten Leckereien in ihrer Küche zu einem üppigen und vielseitigen Buffet zusammen gestellt, an dem sich jeder mit Genuss reichlich bediente. Nochmals ein herzliches Dankeschön an Marga, dass wir bei ihr gemeinsam einen so gemütlichen Abend verbringen durften.

 

Angelika Eckert

Cocktail-Abend mit Sven Häbel

Einen fröhlichen Cocktail-Abend verbrachten wir am 24.6. mit Sven Häbel in unserem Gemeindehaus. Er machte mit uns eine Zeitreise durch die deutsche und internationale Musikgeschichte der letzten 50 Jahre. Dazu gab es einige leckere Cocktail-Spezialitäten. Die Stimmung war toll und es wurde kräftig mitgesungen. Die Tische waren sehr nett von unseren betreuenden Damen dekoriert und daran wurde hinterher noch nett geklönt.

Es war ein sehr gelungener Abend.

 

Besuch des schleswig-holsteinischen Landtages

Entsetzen über fehlende politische Debatten-Kultur

Bei + 4°C aber bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir ab 12 Uhr mit dem Bus Richtung Kiel. Die kahle Märzlandschaft erschien im Sonnenlicht schon sehr frühlingshaft. Während des Plauderns genossen wir die Fahrt entlang des Kanals, der Eider über Rendsburg nach Kiel.

Im Landtagsgebäude wurden wir von einer sehr kompetenten Dame betreut.

In einem Seminarbereich informierte diese uns über den Ablauf im Plenarsaal, verteilte Info-Material und teilte uns mit, wie wir uns auf der Tribüne zu verhalten hätten: kein Applaus, keine Zwischenrufe u. ä. .

Ohne Jacken und Taschen (also fast nackt) durften wir dann auf der Tribüne Platz nehmen.

Die Politiker der verschieden Fraktionen traten nacheinander an das Rednerpult und

äußerten sich zu verschiedenen politischen Themen. Sehr auffällig war, dass

währenddessen die Abgeordneten im Plenum öfters die Plätze verließen, um Getränke zu holen, andere quatschten, schrieben auf dem Laptop und, und, und ...

Und zwar dann, wenn ein Redner einer anderen Partei dozierte. Viele fanden das sehr irritierend.....

Bei dem Thema “ Verbot von Schweinefleisch in öffentlichen Kantinen, Schulen und Kitas“ ging es „besonders hoch her“: Pöbeleien, Zwischenrufe und eine Rede von Martin Habersaat von der SPD ähnelten einer Karnevalsveranstaltung.

Leider mussten wir währenddessen die Tribüne verlassen.

Zu unserem größten Erstaunen stellten sich verschiedene Politiker, wie Jens Magnussen/CDU, Serpil Mdyatli/SPD, Bernd Voss/Grüne, Detlef Matthiessen/Grüne u. a. unseren Fragen. Sollten sie nicht der Debatte lauschen?

Leider mussten wir auch hier wieder viel zu früh die Veranstaltung verlassen.

Das Abendessen genossen wir dann im Restaurant „Forstbaumschule“ in Kiel.

Um 20.30 Uhr waren wir dann wieder daheim.

 

Margrit Weerts

 


Jahreshauptversammlung 2016

Karin Willer wurde verabschiedet als 2. Vorsitzende

 

Während unserer diesjährigen Hauptversammlung verabschiedeten wir unsere langjährige 2. Voristzende Karin Willer aus ihrem Amt. Sie wurde mit der "silbernen Biene mit Schleswig-Holstein-Farben" ausgezeichnet.

Stationen der 20jährigen Vorstandsarbeit ließ unsere 1. Vorsitzende Doris Lorenz in ihrer Laudatio nochmals Revue passieren und betonte, dass Karin Willer ihr Ehrenamt immer engagiert und mit viel Herzblut ausgefüllt hat. Zunächst als Beistizerin von 1996 bis 1999, dann als Reiseleiterin und ab 2001 als 2. Vorsitzende.

Die große Leidenschaft jedoch ist das Organisieren von Tagesfahrten und Reisen. 1997 erwarb sie das Zertifikat des LandFrauenVerbands als Gästeführerin. Seitdem hat Karin Willer "ihre" LandFrauen immer wieder zu schönen Reisezielen geführt, liebevoll ausgearbeitet mit vielen Erlebnissen. Sie ist auch während der Fahrten besorgt um das Wohl der Gäste.

 

Auch in Zukunft müssen wir zu unserer großen Freude darauf nicht verzichten, denn als Reiseleiterin bleibt sie dem Verein erhalten.

Die anwesenden Vereinsmitglieder dankten ihr mit großem Applaus und der Vorstand mit einem Präsent.

Gerührt nahm Karin Willer ihr Geschenk entgegen
Gerührt nahm Karin Willer ihr Geschenk entgegen

Verabschiedung von Vorstandsmitgliedern

Nach 3 Jahren Amtszeit wurde Lore Böge (li) als Beisitzerin verabschiedet. Rita Wiese verließ den Vorstand als Vertrauensfrau nach 10 Jahren.

Wahl der Beisitzerin


Zur neuen Beisitzerin wurde Silke Bielenberg gewählt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Frauke Rath berichtet über ihre Arbeit mit Flüchtlingen

 

Nach den Regularien der Jahreshauptversammlung informierte Frauke Rath, bei der Stadt Brunsbüttel zuständig für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, über ihre Arbeit.

Im Herbst überrollt von der Fülle der Anträge wurde ihre Abteilung im Januar etwas verstärkt; auch hat der Zustrom der Asylsuchenden nachgelassen,. Im Frühjahr erwartet Frau Rath jedoch wieder mehr Zulauf. Sie verbrachte viel Zeit mit der Suche nach Wohnraum im südlichen Dithmarschen, der jetzt immer knapper wird. Sie nannte Zahlen und erzählte, dass sie hilft bei Anträgen und anderen alltäglichen Sorgen, z.B. dem Stromverbrauch. Oft geht das auf englisch, meistens aber "mit Händen und Füßen". Bei allem, was sie sagte, spürte man die Empathie für die Menschen, die traumatisiert und hilflos hier ankommen. Es sind Menschen, die wie wir Nähe und Zuwendung brauchen. Es gibt schon zahlreiche Dithmarscher, die Familien betreuen und ihnen helfen, sich bei uns zurecht zu finden. 2 Mitglieder des Vereins, selbst Vermieter an Flüchtlinge, berichteten von guten Erfahrungen und vielen schönen Begegnungen. Die jungen Männer , plötzlich ohne Familie, oft erst 18-20 Jahre alt, könnten manchmal einen mütterlichen Rat gebrauchen.

Sowohl Frau Rath als auch Doris Lorenz riefen die Anwesenden auf, sich zu engagieren.

weitere Fotos unserer Jahreshauptversammlung


Vortrag: "Wenn der Schuh drückt"

 Dr. Jurda, Oberarzt der Lubinus-Klinik Kiel informiert

 

Es ist nicht nur der Hallux Valgus, der unsere Füße nicht mehr in die heißgeliebten Pumps gleiten lässt.

 

Herr Dr.med. Thomas Jurda, Oberarzt der Orthopädie am Libinus-Clinicum, hielt uns einen Vortrag über verschiedene mögliche Deformationen der Füße, wie: Spreizfuß, Verschleiß des Großzehengrundgelenkes, Hammer- und Krallen-zehen, Schwielen und Warzen, Verschleiß des Sprunggelenkes und der Fuß-wurzel, Fersensporn, Morbus Ledderhose und Morton Neurom. Begleitet wurde der Vortrag von teils recht drastischen Bildern.

Auslöser können außer Gicht, Rheuma, Arthrose und Unfall auch unbekannte Ursachen sein.

Oft helfen zunächst schon Einlagen und andere Hilfsmittel; erst bei großen Schmerzen und Beschwerden wird eine Operation angeraten.

 

Die meisten Patienten auf der Station kommen jedoch mit Problemen, die von eingewachsenen Fußnägeln verursacht wurden. Also: immer schön die Fußnägel gerade schneiden und im Notfalle mal ein warmes Fußbad mit grüner Seife nehmen!

 

 Angelika Eckert


Besuch der Akademie zur Ausbildung von Rettungssanitätern in Heide

Wir informierten uns in der Ausbildungs-Akademie für Notfallretter im Westküsten-Klinikum in Heide. Zwei Stunden hatten wir Zeit, die gesamten Schulungsräume der Akademie zu besichtigen. Nach einem Vortrag über Länge der Ausbildung, Inhalte und Voraussetzungen ging es in die Praxisräume.

 

Dort können alle möglichen Unfälle simuliert werden: Auto- oder Hausunfälle, aber auch Krankheiten jeglicher Art. Eine lebensgroße „Puppe“ (Wert: 70.000€) kann jedes Gebrechen vortäuschen, selbst Atemstillstand, Herzinfarkt, Brüche oder innere Verletzungen. Alle Übungen mit den Schülern werden dokumentiert, teilweise gefilmt und später besprochen.

 

Zum Entspannen ging es danach in das Cafe „Alte Gärtnerei“ in Heide. Die meisten Frauen wollten dort die leckere Feigentorte probieren, die Frau Oesterreich im Oktober schon mal in der Fernseh-Sendung „mein Nachmittag“ gebacken hatte. Sehr lecker!!